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Peter L. Opmann

Comic-Godzilla

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41

Sonntag, 3. Mai 2020, 19:09

Eigentlich würde ich ja gern mal eine komplette Seite sehen. Geht das nicht wegen des großen Dateiumfangs? Aber ich finde, eine Comicseite sagt auch etwas aus, nicht nur die einzelnen Panels.

bene

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42

Sonntag, 3. Mai 2020, 20:25

Coool ..!
Schon mal drüber nachgedacht, professioneller Comiczeichner zu werden? ;)

Peter L. Opmann

Comic-Godzilla

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43

Sonntag, 3. Mai 2020, 20:37

Bloß nicht!

Davon kannst Du höchstens mit Nebenjobs leben.

kurisuno

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44

Sonntag, 3. Mai 2020, 21:34

Schaurig Schön :thumbsup:
Ich würde auch gerne einmal das ganze auf einer Seite sehen oder planst du ein Webcomic?

David Schwarz

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45

Sonntag, 3. Mai 2020, 21:47

Bloß nicht!

Davon kannst Du höchstens mit Nebenjobs leben.

Das hängt sicherlich auch vom Talent ab. Bei Arri könnte ich mir schon vorstellen, dass er als Illustrator oder dergleichen erfolgreich werden könnte.

bene

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46

Montag, 4. Mai 2020, 06:46

@Peter L. Opmann: Das klingt mir auch ein bisschen zu sehr nach "Lern lieber was Anständiges, Junge!" ;)
Analoges lässt sich ja im Grunde für alle kreativen Berufe sagen - Schauspieler, Musiker, etc.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bene« (4. Mai 2020, 06:51)


Peter L. Opmann

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47

Montag, 4. Mai 2020, 08:01

Das führt zwar ein bißchen vom Thema weg, aber ich wollte lieber deutlich warnen.

Schon klar: Ein paar schaffen es, mit Comics viel Geld zu verdienen. Da kann man natürlich sagen: Warum sollte das mir nicht auch gelingen?

Das Problem ist aber: Wenn man sich für diesen Weg entscheidet und merkt, daß sich die Existenz so nicht sichern läßt, dann steckt man womöglich in Zwängen, die das Comiczeichnen zu einer sehr unerfreulichen Beschäftigung machen. Man muß das liefern, was verlangt wird; man muß sich selbst anpreisen und verkaufen und ähnliches. Oder man nimmt Abschied vom Zeichnen und sucht sich doch einen Brotjob, was auch ziemlich bitter sein kann.

Aber genau genommen hat sich Arri ja noch gar nicht dazu geäußert, ob er etwas in dieser Richtung vorhat.

David Schwarz

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48

Montag, 4. Mai 2020, 10:15

Heute wird zwar nicht mehr jeder verbeamtet, aber traditionell ist Lehrer ja ein sehr sicherer Beruf, der den Lebensunterhalt sichern dürfte. Angesichts dessen Arri geradezu davon abzuraten, das Zeichnen weiter zu verfolgen, wo er doch in jungen Jahren schon einen sehr ausgereiften Zeichenstil hat, empfinde ich dann doch als sehr pessimistische Sichtweise.

Peter L. Opmann

Comic-Godzilla

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49

Montag, 4. Mai 2020, 11:45

Ich habe ihm nicht vom Zeichnen abgeraten!

Bene sprach davon, er solle sich überlegen, "professioneller Comiczeichner" zu werden. Wenn er Lehrer ist, dann ist er kein professioneller Comiczeichner.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter L. Opmann« (4. Mai 2020, 20:45)


David Schwarz

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50

Montag, 4. Mai 2020, 12:20

Eigentlich hat Bene das Thema aufgebracht. - Aber abgesehen davon kann man ja durchaus zwei Berufe parallel haben. Das hast du ja selbst mit deiner Aussage impliziert, dass man als Comiczeichner noch einen Nebenjob brauchen würde.

Arri 2.0

Scribbler

  • »Arri 2.0« ist der Autor dieses Themas

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51

Montag, 4. Mai 2020, 13:11

Eigentlich würde ich ja gern mal eine komplette Seite sehen. Geht das nicht wegen des großen Dateiumfangs? Aber ich finde, eine Comicseite sagt auch etwas aus, nicht nur die einzelnen Panels.
Schaurig Schön :thumbsup:
Ich würde auch gerne einmal das ganze auf einer Seite sehen oder planst du ein Webcomic?
Ich werde demnächst auch einfach mal die ganzen Seiten auf Deviantart hochladen und hier verlinken :) Die Seiten hier hochzuladen ist tatsächlich nicht machbar, ich muss selbst die einzelnen kleineren Panels schon immer ziemlich runterskalieren, damit die nicht zu groß werden ^^' Liegt einfach daran, dass ich die so groß male, hab die Seiten immer in 3535x4960 Pixeln.
Tatsächlich veröffentliche ich die Geschichte auch als Webcomic (https://www.webtoons.com/en/challenge/in…title_no=398675), das Format da ist aber genau wie hier im Forum vom ursprünglichen notgedrungen abgwandelt, ich male das ganze im normalen Seitenlayout (abgsehen von der Leserichtung).


Zu der ganzen Illustrator-Berufsrichtung: ich sehe das im Grunde sehr ähnlich wie der gute Opmann. Generell sind mir diese ganzen Kreativberufe auch etwas zu "unsicher". Ich habe vor dem Lehramt ein Audio-Design-Studium abgeschlossen, weil ich ich neben dem Zeichnen und Malen auch mein ganzes Leben lang schon sehr viel Musik mache, wollte dann aber beruflich doch nicht in die Richtung gehen. Ich brauche für mich etwas, was mir ein geregeltes Einkommen sichert, so dass ich mich mit Ruhe meinen Hobbies widmen kann. Sollte sich da irgendwann mal was ergeben, was sich neben dem Lehrerberuf machen lässt, wäre ich dem natürlich auch nicht unbedingt abgeneigt.

Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich so etwas so gut beruflich machen könnte - erstens fühle ich mich dafür künstlerisch noch viel zu unsicher (was sich natürlich noch ändern mag), vor allem aber hat Peter das mit seinen
"Zwängen, die das Comiczeichnen zu einer sehr unerfreulichen
Beschäftigung machen. Man muß das liefern, was verlangt wird; man muß
sich selbst anpreisen und verkaufen und ähnliches."
meines Erachtens gut auf den Punkt gebracht. Ich denke nämlich, dass man solchen unabhängig vom Erfolg immer mal unterlegen ist, und das wäre so gar nichts für mich :D Sehr ihr ja schon mit der Schriftart in meinem Comic. Ich weiß und verstehe, dass eine andere Wahl objektiv besser ist und im Schnitt mehr Leser überzeugen würde - aber ich WILL nicht :D !!!

Joa, so viel mein Senf dazu - ich hoffe, er schmeckt :'D

Über euer Lob freue ich mich aber natürlich sehr :)

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bene (04.05.2020), kurisuno (04.05.2020)

bene

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52

Montag, 4. Mai 2020, 20:05

Hätte ja nicht gedacht, dass meine unschuldige Frage gleich eine Grundsatzdebatte auslöst. :) Wobei die in solchen Foren sicher häufiger mal geführt wird...
Aber danke für deine ausführliche Antwort!
(Das Argument mit der finanziellen und künstlerischen Unabhängigkeit ist natürlich sehr einleuchtend. Haben ja auch schon viele bekannte Künstler diesen Weg gewählt...)

Kim

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53

Dienstag, 5. Mai 2020, 08:33

Wenn man sich für diesen Weg entscheidet und merkt, daß sich die Existenz so nicht sichern läßt, dann steckt man womöglich in Zwängen, die das Comiczeichnen zu einer sehr unerfreulichen Beschäftigung machen.
Das kann denke ich in nahezu jedem Beruf mal der Fall sein und ist insofern kein Argument gegen das professionelle Comiczeichnen. Die Frage ist immer, inwieweit man Kompromisse eingehen kann und will. Vom reinen Comiczeichnen zu leben ist aber, da will ich nix beschönigen, ein steiniger Weg. Oft genug steht der Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis zu den Honoraren. Viele Cartoons und Comics werden mittlerweile kostenlos über Facebook, Whats App usw. durchs Netz gejagt, Zeitungen zahlen schlecht für Content, Verlage sind vorsichtig bei neuen Buchprojekten... Insofern ist es sicher nicht falsch, sich ein zweites Standbein zu suchen, um Durststrecken zu überbrücken. Grundsätzlich denke ich aber wer wirklich für eine Sache brennt, der kann sein Ziel auch irgendwann erreichen.

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kurisuno (06.05.2020)

Peter L. Opmann

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54

Dienstag, 5. Mai 2020, 09:05

Du hast natürlich als freischaffender Grafiker einen anderen Blickwinkel, Kim. Und Du hast es ja auch geschafft, möchte ich mal behaupten.

Bei jemandem, der noch überlegt, welchen Weg er einschlagen soll, halte ich es für besser zu warnen als zuzuraten. Arri macht das ja offenbar auch richtig und setzt nicht voll aufs Comiczeichnen. Käme jemand zur Erkenntnis: Comiczeichnen ist mein Lebensinhalt, etwas anderes kommt überhaupt nicht in Frage, dann wäre jeder Rat sowieso überflüssig.

Kim

großer Meister

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55

Mittwoch, 6. Mai 2020, 08:46

Es ist sicher richtig, wenn man nicht nur alles in rosaroten Farben malt, sondern auch auf Kehrseiten hinweist.

Aber mal ganz generell und nicht nur aufs Comiczeichnen bezogen gesprochen: Ich persönlich finde es besser, Motivierten Mut zu machen, als sie mit Bedenken auszubremsen. Vieles lernt sich auch unterwegs. Dann kann man es auch "schaffen". :)

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kurisuno (06.05.2020), Fraro (06.05.2020)

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56

Mittwoch, 6. Mai 2020, 23:10

Zunächst einige Bemerkungen zu Arris Werk.

Ich halte Arri selbst für einen der Zeichner, die hier das obere Ende der Fahnenstange bilden (und mich selbst zähle
ich ausdrücklich nicht zu dem erlauchten Kreis). Einige der Zeichner hier erreichen ein Niveau, von dem ein Feld-Wald-
Wiesen-Hobbycartoonist wie ich nur träumen kann.

Ich halte die Panels für ungewöhnlich gelungen. Arri zeichnet aber nicht nur auf einem sehr hohen Niveau, und offenbar
hat er auch die Geduld und das Feuer, eine längere Strecke durchzuhalten. Das ist für uns Zeichner mindestens genauso
wichtig wie das kunstvolle Stricheln selber. Ich sage das aus der fast 30jährigen Erfahrung heraus, in denen ich meinem
Vogel jetzt schon Leben einzuhauchen versuche (Davon knapp 10 Jahre jetzt fast wöchentlich).

Die Zeichnungen sind nicht nur handwerklich außerordentlich gut ausgeführt, dazu gibt es weiter nichts neues zu sagen.

Vor allem holen sie mich aber auch emotional ab. Die Atmosphäre ist durch das Spiel mit den "Kameraperspektiven"
unglaublich dicht, einzelne Situationen werden immer wieder neu beleuchtet. Arri nutzt die neuen techniken in einer
Weise, die ich nur bewundern kann. Klasse!

Zum Nebenthread "professionelles Zeichnen":

Ich habe als junger Mensch auch davon geträumt, mein bescheidenes Talent in angemessenem Umfang zu vermarkten
und davon auch leben zu können. Ich denke, das geht den meisten jungen Zeichnern so. Und solange ich diesen Traum
hatte, habe ich auch daran gearbeitet, besser zu werden, neue Fertigkeiten zu erlernen und mich weiterzuentwickeln.

Bei mir hat damals der "Verstand" gesiegt, und statt eine -wie auch immer geartete) künstlerische Ausbildung anzustreben,
habe ich mich zu Beginn meiner Karriere für den sicheren Weg eines Schiffahrtskaufmanns entschieden. Auch ein sehr
schöner Beruf, der mir Spaß macht und mich ausfüllt.

Aber je länger ich in dem Beruf gearbeitet habe, desto mehr habe ich auch meine eigentliche Vision schleifen lassen.
Ich habe mich nicht mehr weiterentwickelt, war zufrieden mit dem, was ich konnte (und das war wirklich nicht berauschend)
und habe langsam immer weniger gezeichnet. 2005, im zarten Alter von 35 Jahren lernte ich meine spätere Frau kennen,
ein Jahr später haben wir geheiratet. Sie wußte nicht einmal, daß ich einmnal zeichnerische Ambitionen gehabt habe, ja
nicht einmal, daß ich überhaupt zeichnen kann (und das sage ich hier im vollen Bewußtsein meiner grafischen Unzulänglichkeiten:
Ja, ich KANN zeichnen!).

Im Jahre 2011, wir waren schon 5 Jahre! verheiratet, saß ich eines Abends am Computer. Sie wollte irgendwas anfertigen,
eine Glückwunschkarte oder wasweißich, und fragte mich, ob ich eben nach dem Bild eines Cartoonfrosches googeln könne.
Ich sagte, daß ich das natürlich könne, aber ich könne ihr auch einfach einen Frosch zeichnen. Zweifelnd sah sie mich an,
erwidernd, daß es schon ein "richtiges" Bild sein solle. Ich entgenete, daß ich durchaus das richtige Ende eines Stiftes nicht
nur finden, sondern auch führen könne. In meiner Ehre gepackt zeichnete ich ihr den gewünschten Frosch.

Mit großen Augen guckte sie auf das Bild (ich war recht eingerostet und der Frosch entsprechend schäbig): "Ey, Du kannst
det ja wirklich! Da wußte ich ja jar nüscht von!"*. Ich erzählte ihr, daß ich seinerzeit sogar einmal davon geträumt habe,
professioneller Zeichner zu werden- und auch mal einen Cartoonvogel namens Gordon entwickelt hatte. Den hätte ich allerdings
vor 20 Jahren zuletzt gezeichnet. "Zeich mir den doch mal!"- und so zeichnete ich 2011, nach fast 20 Jahren, wieder einen
Gordon. Noch reichlich schlecht, denn ich war wirklich sehr eingerostet.

Aber das Feuer war wieder entfacht. Eine kleine Flamme zunächst nur, aber ich hegte und hütete sie und blies sie sanft an.
Ich wollte wieder weitermachen. Wieder Welten erschaffen oder blödsinnige Kalauer ins Bild setzen, so wie früher.
Meine Fertigkeiten hatte ich lange eingebüßt, und so war es ein steiniger Weg, bis ich langsam wieder besser wurde. Auf der
Suche nach Übungen und Tipps bin ich 2012 über dieses Forum gestolpert.

Hier haben mir Kim und viele weitere Zeichnerinnen und Zeichner mit wertvollen Tips weitergeholfen, ich habe manch gut
gemeinte aber für mich dennoch schmerzvolle Kritik (die aber immer fair, berechtigt und sehr konstruktiv war!) bekommen.
Ich lernte Copics kennen (von denen ich noch nie gehört hatte), bekam Hinweise für besser Sprechblasen, Textgestaltung,
Bildaufteilung (Danke insbesondere Mandelbrot, Peter, Etainee, Qualle und natürlich Kim!). Vor allem aber bekam ich wieder Lust,
besser zu werden, habe geübt und gezeichnet, gezeichnet, gezeichnet.

Warum erzähle ich das alles nochmal?

Weil man nur einmal jung ist. Und nur dann die Chance hat, sich auszuprobieren, die Kraft, sich durchzubeißen und sorglos
genug ist, auch mal gegen alle Vernunft zu handeln. Hätte ich Kinder, und diese bestürmten in jungen Jahren mich mit der Bitte
um Unterstützung sich musisch uzu betätigen: Ich würde es tun. Ihnen zuraten. Sie fördern. Auch eine Zeit durchfüttern.
Egal ob sie zeichnen wollten, malen, musizieren, töpfern, tanzen oder was auch immer.

Nutzt die Jugend, um Euch auszuprobieren. Später, im Beruf, habt ihr kaum noch Zeit dazu (so war es zumindest bei mir).

Aufs Forum bezogen: Zeichnet. Werdet besser. Beißt Euch durch. Nicht jeder mag zum
Star werden, und Franquins, Morris', Uderzos, Hergés oder Disneys sind selten. Trotzdem: macht es.

Wenn nicht jetzt- wann dann?

Ausgeträumte Grüße

Fraro



*) Preisfrage: In welcher deutschen Großstadt ist meine Ex-Frau aufgewachsen? :D
Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner, grüner Haufen.
(Kermit, 1976)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fraro« (7. Mai 2020, 12:13)


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Kim

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57

Donnerstag, 7. Mai 2020, 08:02

Richtig geiles Statement, Fraro. Die Langversion meines Kommentars weiter oben. Genau so isses! Danke dafür!

Peter L. Opmann

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58

Donnerstag, 7. Mai 2020, 11:45

In der Beschreibung von Fraro kann ich mich durchaus auch wiederfinden. Er hat ja auch nicht allein aufs Comiczeichnen gesetzt - und so ist es bei mir. Mein Geld verdiene ich mit Journalismus. Macht mir Freude, und die Aufträge kommen kontinuierlich rein (wenn nicht gerade Corona-Krise ist). Da muß man sich halt am Riemen reißen, daß man sich in einer ruhigen Stunde ans Zeichnen setzt, statt nur in den Sessel...

Wer trotzdem sagt: Comiczeichnen ist mein Leben und nichts anderes, den würde ich nicht verdammen. Aber für die meisten ist das nicht der Königsweg.

Arri 2.0

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59

Donnerstag, 7. Mai 2020, 20:08

Zunächst: vielen Dank für dein Lob, Fraro! Freut mich immer sehr zu hören, dass das, was ich mit den Bildern versuche, auch zu funktionieren scheint ^^ Vor allem zeigt mir das aber auch, wie sehr man doch dazu neigt, die eigenen Sachen immer mit viel negativerem Blick zu sehen als andere - aber ich glaube, das gehört zum Künstlerdasein auch irgendwie dazu :pinch:

Andererseits auch vielen Dank für deinen toll durchdachten Kommentar zu der anderen Thematik! Ich sehe es auch so, dass man gerade die jetzige Zeit nutzen sollte, um sich weiterzuentwickeln. Der Lehrberuf ist tatsächlich aber auch einer, den ich mir nicht primär wegen der "Sicherheit" ausgesucht habe, sondern weil ich wirklich Riesenlust darauf habe. Das Zeichnen/Malen ist aber definitiv etwas, was ich immer weiterverfolgen möchte, und sei es nur, um selbst besser zu werden. Es gibt da draußen so viele Künstler deren Schaffen ich so dermaßen bewundere und deren Level ich eines Tages mal erreichen möchte. Das ist weniger ein berufliches als ein persönliches Ziel. Meines Erachtens ist es eine wunderbare Fähigkeit, die Welten und Bilder, die man sich selbst erträumt, auf eine Leinwand/Comicseite zaubern zu können. Momentan ist es durchaus immer noch so, dass das Bild, das ich vorher in meinem Kopf, viel wirkungsvoller ist als das, was letztens auf meinen Seiten landet. Das irgendwann miteinander in Einklang zu bringen ist ein Ziel, auf das ich hinarbeite und immer hinarbeiten werde, unabhängig vom Beruf :)

David Schwarz

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60

Donnerstag, 7. Mai 2020, 20:55

Was für eine Art Lehrer wirst du denn - Kunstlehrer?

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